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Leandro Römer - Wacker Thun

Handball bei Wacker Thun und die Matura am Gymnasium erfolgreich kombinieren.


Leandro Römer absolviert aktuell die Maturaprüfungen am Gymnasium Thun. Im Sport befindet er sich im Handball am Übergang von den Elite Junioren U19 bei Wacker Thun zur NLA Mannschaft. Seinen Weg am Gymnasium hat Leandro vor vier Jahren in der Klasse 23gG am Gymnasium Thun begonnen und wurde gleichzeitig ins Förderprojekt Sport (BEO TAF) aufgenommen. BEO TAF hat sich mit Leandro ausgetauscht und nachgefragt, wie die Verbindung von Sport und der Ausbildung an einer Mittelschule bei ihm im Berner Oberland konkret ausgesehen hat.

Leandro in Action in einem Spiel mit Wacker Thun

Interview mit Leandro Römer, U19 Wacker Thun und Klasse 23gG am Gymnasium Thun


1. Lieber Leandro, stelle dich doch kurz unseren Leser:innen aus persönlicher und sportlicher Sicht vor.


Mein Name ist Leandro Römer, ich bin 18 Jahre alt und spiele Handball bei Wacker Thun. Momentan trainiere ich in der 1. Mannschaft von Wacker Thun (NLA) und spiele sowohl in der 2. Mannschaft (1. Liga) als auch in der U19 Elite.


2. Wie sieht dein sportlicher Weg bislang aus? Was sind deine Ziele in naher und ferner Zukunft im Handball?


Meine Karriere begann in der U11 beim TV Steffisburg. Ab der U15 durchlief ich alle Elite-Junioerenstufen bei Wacker Thun. In der letzten Saison konnte ich auch bereits meinen ersteen Einsatz in der höchsten Liga der Schweiz machen. In den nächsten Jahren möchte ich mehr Erfahrungen in der NLA sammeln. Langfristig ist mein Ziel das Maximum aus mir herauszuholen und dann werde ich sehen wohin es mich führt.


3. Wie sieht deine aktuelle schulische Situation aus? Weshalb hast du den Gymer Thun gewählt? Was sind deine beruflichen Ziele und Absichten in näherer und fernerer Zukunft?


Zurzeit befinde ich mich in der Prüfungsphase der Maturaprüfungen. Ich habe das Gymnasium Thun gewählt, da der Standort nahe an meinem Trainingsort ist und ich trotzdem meine Matura innerhalb von 4 Jahren absolvieren kann.


Im nächsten Jahr möchte ich meinen Zivildienst leisten und anschliessend ein Studium beginnen.


Dieses könnte in die Richtung Sport, Psychologie oder Medizin sein.


4. Wie und weshalb bist du ins Förderprojekt Sport und Kunst (neu BEO TAF) des Gymnasiums Thun aufgenommen worden?


Zu Beginn des Gymnasiums habe ich ein Anmeldeformular für das Förderprojekt ausgefüllt.

Dannach wurde ich, aufgrund der Empfehlung meines Trainers und als Besitzer einer regionalen Talentcard, in das Förderprojekt Sport und Kunst aufgenommen. Zusätzlich war auch das hohe Trainingspensum ein ausschlaggebender Punkt für meine Aufnahme.


5. Wie sieht aktuell ein normaler Tag bei dir aus mit Schule, Sport/Training, Freizeit und weiteren Verpflichtungen?


Mein Tag startet häufig direkt mit dem Schulunterricht, da ich viel Wert auf genügend Schlaf lege und ich genug Energie für den Tag brauche. Die Lernblöcke sind daraus folgend meistens in Freilektionen, dispensierten Lektion oder nach dem Training. Direkt nach der Schule geht es für mich dann ins Training, welches immer etwa 2 1/2 Stunden dauerte. Am Donnerstag kann ich sogar das Training über den Mittag absolvieren. Viel Freizeit bleibt also nicht, da ich am Wochenende häufig auch zwei Spiele hatte während der Saison.


6. Welches sind die grössten Herausforderungen bei der Kombination von deinen Ambitionen im Sport mit dem Absolvieren einer Mittelschule wie dem Gymnasium Thun hin zum Abschluss mit der Matura?


Die grösste Herausforderung waren meine Lernblöcke clever einzuteilen und sie dabei noch effektiv zu nutzen. Phasenweise musste ich auch mal akzeptieren, dass ich keine Zeit zum Lernen für eine Prüfung hatte. Dazu kommt noch das stetige Organisieren bei Überschneidungen von Training / Spiel mit der Schule.


7. Wie sah konkret die Teilnahme am Förderprojekt Sport und Kunst bei dir im Schulalltag aus? Wie hast du profitiert durch das Koordinieren von Sport und Schulalltag? Was waren die Möglichkeiten die du ohne die Teilnahme nicht gehabt hättest? Was war trotz Sportföderprojekt trotzdem noch schwierig in der Kombination von Sport und Schule?


Jedes Jahr wurden Vereinbarungen getroffen, um Schule und Training unter einen Hut zu bekommen. Dies beinhaltete häufig eine Sportdispensation, damit die Belastung nicht zu hoch ist. Zusätzlich wurde auch die Klassenstunde am Donnerstagmittag, zugunsten des Trainings, dispensiert. Während sowohl schulischen als auch sportlich belastenden Phasen bestand auch die Möglichkeit eine zeitlich limitierte Dispensation zu erhalten. Ohne diese Erleichterungen wären meine sportliche Aktivitäten kaum möglich gewesen. Trotzdem musste ich die verpassten Lektionen nachholen. Jedoch mit dem Vorteil, dass ich dies zu andere Zeiten erledigen konnte.


8. Was würdest du gerne anderen Leistungssportler:innen für Tipps mitgeben, welche an einer Mittelschule im Berner Oberland ins Förderprojekt aufgenommen werden, um die Schule und den Sport optimal zu kombinieren und damit sowohl in der Schule wie auch im Sport möglichst weiterhin erfolgreich unterwegs zu sein?

Leandro beim Lernen am Gymnasium Thun für die Abschlussprüfungen

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, jede Woche durchzuplanen und dabei die Zeit effektiv zu nutzen. Auch die Kommunikation mit allen dazugehörigen ist zentral.


9. Hast du noch weitere Anmerkungen zum Förderprojekt Sport am Gymnasium Thun, wie du es in den letzten Jahren erlebt hast?


Trotz des organisatorischen Mehraufwandes war es für mich eine Erleichterung Schule und Sport unter einen Hut zu bringen. Ich würde jedes Mal wieder so entscheiden!

Vielen herzlichen Dank Leandro für deine Askünfte.

Wir wünschen dir viel Glück & viel Erfolg für die anstehenden Abschlussprüfungen und alles Gute auf deinem weiteren Weg im Handball und in der beruflichen Ausbildung.





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